Philly Cheese Steak – Wien Style

Ich weiß, ich weiß, ich habe Gesünderes versprochen, aber einen Abstecher in Richtung Streetfood müssen wir unbedingt noch machen.

Von Gregor Schwayer
Am

Philly Cheese Steak ist völlig zu Recht eines der ikonischsten Sandwiches der Vereinigten Staaten. Es schlägt gekonnt die Brücke zwischen Fastfood und einer richtigen Mahlzeit und vereint auch noch die besten Aspekte beider Kategorien. Wir geben dem Ganzen aber einen wienerischen Twist. Es gibt nämlich eine Sache, die sie meiner Meinung nach gar nicht gut hinbekommen in den Staaten – Brot. Also nehmen wir statt des labbrig-weichen Originals eine knusprige Handsemmel.

Beginnen wir mit dem Fleisch. Ganz traditionell wäre hauchdünn geschnittenes Ribeye verwendet. Das ist nicht gerade billig, aber sehr gut. Ihr könnt das ganze aber auch mit Minutensteaks vom Supermarkt machen. Gar kein Problem. In die andere Richtung geht das natürlich auch: Wenn ihr Glück habt und beispielsweise günstiges Beiried findet: Schlagt zu!

Im Originalrezept wird das Fleisch zunächst gekühlt und dann noch vor dem Braten in hauchdünne Scheiben geschnitten – wir drehen das um, weil meiner Meinung nach das Fleisch so wesentlich saftiger bleibt. Also würzt euer Steak auf beiden Seiten mit Salz, grillt es im Ganzen Medium Rare und lasst es anschließend zumindest 10 Minuten rasten. Mein Steak war etwa einen Zentimeter dick, also habe ich es in einer Mischung aus Butter und Öl bei hoher Hitze auf jeder Seite etwa 90 Sekunden gebraten während ich die heiße Butter-Öl Mischung aus der Pfanne darüber gelöffelt habe.

Während das Steak rastet schneidet einen grünen Paprika in dünne Streifen und bratet ihn in Öl bei mittlerer Hitze bis er komplett weich ist. Sobald es so weit ist, salzt, pfeffert und schiebt eure Paprikastreifen etwa auf Semmeldurchmesser zusammen. Legt einige Scheiben Emmentaler darauf und lasst ihn schmelzen. Im Original wird Sprühkäse verwendet – den bekommt man bei uns aber schlecht und ganz ehrlich, ich bevorzuge hier die Konsistenz von Emmentaler.

Halbiert eure Semmel und toastet beide Schnittseiten kurz in der Steakpfanne. Schmiert auf jede Seite einen großzügigen Klecks Dijon Senf. Schneidet euer Steak in Scheiben und drapiert sie auf der unteren Hälfte der Semmel. Pfeffert einmal darüber, nehmt einen ausreichend großen Spatel und hebt eure Paprikastreifen samt geschmolzenem Käse aus der Pfanne und legt sie vorsichtig darauf. Jetzt nur noch Deckel darauf, vielleicht mit ein paar Chips anrichten und ihr könnt essen.

Die knusprige Semmel ist der perfekte Kontrast zum saftigen Steak und dem geschmolzenen Käse. Und entgegen aller Erwartungen ist es ausgerechnet der grüne Paprika mit seiner leicht bitteren Note, der das ganze perfektioniert. Ich bin ansonsten kein Fan von grünem Paprika aber hier gehört er einfach rein!

Von Gregor Schwayer
Am

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