Ein Top Eintopf gegen den Herbstblues

Seit heute gilt Winterzeit. Und an den ersten Tagen, an denen es bereits um halb 5 stockfinster ist, braucht es einfache, tröstliche Hausmanns/frauenkost. Heute haben wir uns für Szegediner Krautfleisch entschieden. Einen wunderbaren Eintopf, die die kalten Jahreszeiten erträglicher macht.

Von Gregor Schwayer
Am

Szegediner Krautfleisch ist eines dieser Gerichte, die zeigen, dass es weder viele Zutaten noch große Kochkunst braucht, um etwas Besonderes zu machen. In der Basisvariante ist es ein klassisches Arme-Leute-Essen aus günstigeren Teilen vom Schwein und Sauerkraut, aber mit etwas Fantasie ist es die Basis für zahllose Variationen. Eine davon stellen wir euch heute vor:

Zutaten:

600g Fleisch – traditionell wäre Schweinsschopf oder Schulter, es geht aber genauso mit Rind oder Huhn, vermutlich sogar Tofu. Wir nehmen heute Huhn.

400g Sauerkraut

2-3 Zwiebeln

eine Knoblauchzehe

400-500ml Wasser oder Brühe

2 Esslöffel Sauerrahm pro Portion

reichlich süßes Paprikapulver

ein Esslöffel Kümmel

eine Prise Majoran

Salz, Pfeffer, Öl

Optional:

3-4 mehligkochende Erdäpfel

Debreziner nach Geschmack

Mit den oben angegebenen Mengen bekommt ihr je nachdem, wie viele der zusätzlichen Zutaten ihr nehmt, 4-6 hungrige Leute satt. Falls ihr nur für euch selbst kocht, empfehle ich trotzdem, bei der Menge zu bleiben – Szegediner hält sich lange im Kühlschrank und wird mit jedem Aufwärmen besser!

Schneidet das Fleisch und – falls ihr sie verwendet – die Erdäpfel und Debreziner in mundgerechte Happen. Schneidet die Zwiebel und den Knoblauch in Scheiben. Das wars schon mit Vorbereitung!

Bräunt das Fleisch bei hoher Hitze in Öl in einem großen (wie immer mindestens zwei Kategorien größer, als ihr zu brauchen glaubt) Topf von allen Seiten gut an. Nehmt es heraus und stellt es beiseite. Bratet die Zwiebel im Topf bis sie leicht Farbe nehmen und fügt den Knoblauch dazu. Schwitzt die Gewürze kurz im Öl mit an. Zuletzt gebt das Sauerkraut und das Fleisch in den Topf und gießt mit dem Wasser oder der Brühe auf.

Wenn ihr sie verwendet, gebt an dieser Stelle die Erdäpfel und die Debreziner dazu. Die Erdäpfel dicken das Krautfleisch etwas ein und machen es cremiger. Die Debreziner passen geschmacklich perfekt zu den Gewürzen im Topf. Außerdem sollte ein guter Eintopf immer zumindest zwei ungarische Städtenamen enthalten, wie ich finde – Debrecen und Szeged – das ist eine solide Grundlage für ein deftiges Essen. Ihr könnt aber natürlich auch jede beliebige andere Wurst nehmen oder sie einfach weglassen.

Jetzt habt ihr Pause! Lasst es simmern, bis das Fleisch und gegebenenfalls die Erdäpfel weich sind. Das wird wohl so circa eine Stunde dauern. Wenn es soweit ist, wäre klassisch der Zeitpunkt, den Sauerrahm einzurühren. Ich rate davon aber eher ab. Meiner Meinung nach wird es besser, wenn ihr in jede Portion einzeln vor dem Essen einen Löffel Sauerrahm rührt. Der flockt nämlich leicht aus, wenn ihr das Krautfleisch später mal aufwärmt – das schmeckt zwar dann nicht schlechter, aber sieht unschön aus.

Gebt über jede Portion noch einen großzügigen Löffel Sauerrahm und schnippelt etwas Grünzeug darüber für Instagram und ihr könnt essen!

Von Gregor Schwayer
Am

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