Der Geschmack Westafrikas: Mafé

Mein Schwager stammt aus dem Senegal und hat vor einiger Zeit einen Lunch für uns gekocht, der mich völlig vom Sessel gehauen hat. Pikant, erfrischend, reichhaltig und dabei einfach so völlig anders als alles, was die europäische Küche zu bieten hat. Im Zuge unseres Afrikaspecials habe ich mich an dieses Gericht erinnert und ihn gefragt, was das noch einmal war. Seine Antwort: Mafé.

Von Gregor Schwayer
Am

Mafé ist ein senegalesischer Eintopf auf Erdnuss Basis, mit dem man fast beliebige Fleisch- und Gemüsearten in puren Genuss verwandeln kann. Unbedingt notwendig sind dabei nur Erdnussbutter und Kohl.

Zutaten:

etwa 300g Fleisch (die meisten Rezepte, die ich gefunden habe, waren mit Huhn, mein Schwager empfiehlt Rind)

200g Kohl grob geschnitten

400g Gemüse nach Wahl grob gewürfelt (z.B. Kartoffeln, Karotten, Selleriewurzel, Rüben…)

eine Dose stückige Tomaten

2 EL Tomatenmark

½-1l Brühe

3 EL Erdnussbutter (cremig, ungesüßt)

3 EL geräuchertes Paprikapulver

3 Zehen Knoblauch

eine Zwiebel

ein daumengroßes Stück Ingwer

eine scharfe Chilischote (z.B. Scotch Bonnet)

ein Schuss Limettensaft

ein Schuss Maggi oder Fischsauce

ein Bund Petersilie

Salz, Pfeffer, gehackte Chili für Garnitur

Hackt den Knochblauch, den Ingwer, die Chilischote und die Zwiebel fein. Würfelt das Gemüse grob. Es soll nach der Kochzeit noch als solches zu erkennen sein und etwas Biss haben, also habt ihr eine herrliche Ausrede hier faul zu sein! Würfelt das Fleisch (oder auch Seitan oder Tofu - Ich glaube mit der Sauce schmeckt alles gut, traditionell ist es aber nicht) und bräunt es gründlich in einem großen Topf. Sobald das geschehen ist, schaltet die Hitze auf niedrig bis mittel und lasst sie für die restliche Garzeit auf dieser Einstellung.

Fügt Knoblauch, Ingwer, Chili und Zwiebel in den Topf und bratet sie kurz an. Gebt das Paprikapulver und das Tomatenmark hinzu und rührt alles einmal gründlich durch. Leert das Gemüse in den Topf und füllt mit den Dosentomaten und der Brühe auf, bis alles gut bedeckt ist. Lasst alles köcheln, bis das Gemüse beginnt weich zu werden und das Fleisch zart ist.

Hackt die Stiele der Petersilie klein und fügt sie in den Topf. Schmeckt mit Salz, Pfeffer, Limettensaft und etwas Maggi/Fischsauce ab. Gebt die Erdnussbutter in eine Schüssel, leert 2-3 Schöpfer der Flüssigkeit aus dem Topf hinzu und mischt, bis eine sämige Sauce entsteht. Rührt sie in euer Mafé ein. Das Ergebnis sollte jetzt wunderbar eingedickt sein, eine herrliche, rotbraune Farbe haben und geradezu unverschämt gut duften. Schmeckt noch einmal ab und ihr seid fertig.

Serviert euer Mafé auf Reis oder Couscous, streut frische gehackte Chilis und Petersilie darüber und genießt einmal etwas ganz Anderes!

Von Gregor Schwayer
Am

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