Das Grad Festtagsmenü

Wir bleiben in der Woche vor Weihnachten natürlich dem Thema „Essen für Freunde und Familie“ treu und machen diesmal gleich ein ganzes Festessen! Einfach soll es sein, leistbar und sowohl für Vegetarier*innen als auch Fleischliebhaber*innen geeignet. Geht das alles überhaupt? Ja! Und als Bonus gibt es sogar noch einen Trick, mit dem ihr wunderbare Hühnersuppe aus den Resten machen könnt!

Von Gregor Schwayer
Am

Huhn eignet sich hervorragend als Festtagsbraten! Für etwa 9-12€ bekommt ihr damit problemlos 4 hungrige Leute satt – mehr mit reichhaltigen Beilagen. Und wir machen heute aromatisches Paprikahuhn! Und damit Vegetarier*innen nicht auf der Strecke bleiben, machen wir einfach keine Beilage, sondern ein zweites Hauptgericht, das auch als Beilage dienen kann: Wurzelgemüse-Lasagne!

Zutaten:

Paprikahuhn:

ein Huhn (~1,5kg)

2-3 Erdäpfel

eine kleine, unbehandelte Orange

2 Esslöffel süßes Paprikapulver

1 Teelöffel Fenchelsamen

Salz, Pfeffer, Olivenöl, Kräuter zum Garnieren

Wurzelgemüse-Lasagne:

eine große rote Rübe

2 Pastinaken

2 Karotten

4 Paprika

eine Zwiebel

2 Kugeln Mozzarella

etwas Butter

eine Handvoll Mehl

1/8l Milch

Muskatnuss

etwas Oregano

Salz, Pfeffer, Öl

Heizt euren Ofen auf 180° Umluft vor. Mischt das Paprikapulver mit einem Esslöffel Salz und den Fenchelsamen in einer kleinen Schüssel. Leert einen guten Schuss Öl darüber und mischt, bis ihr eine tiefrote Paste habt. Trocknet das Huhn gründlich ab und seht nach, ob die Innereien darin in Plastik gepackt sind – falls ja, nehmt sie aus dem Plastik. Ich gebe sie dann wieder hinein, da sie gute Geschmacksträger sind, ihr könnt sie aber auch einfach beispielsweise für Suppe aufheben. Schneidet die Erdäpfel in Scheiben und ölt und salzt sie leicht. Legt mit ihnen den Boden einer ausreichend großen, ofenfesten Pfanne aus und legt das Huhn vorsichtig darüber. Reibt es gründlich rundum mit der Paprikapaste ein. Hebt den Rest der Paste auf! Schneidet einige Schlitze in die Orange und drückt sie in das Huhn. Stecht euer Fleischthermometer (es ist Huhn – da wollt ihr lieber auf der sicheren Seite sein) in die dickste Stelle des Hendlhaxens und schiebt es ins Rohr. Pinselt während der Garzeit gelegentlich etwas Paste darüber.

Zeit für die Lasagne! Schneidet die rote Rübe, die Pastinaken und die Karotten in etwas dickere Scheiben. Stellt einen Topf mit Wasser auf und salzt es gründlich. Köchelt die Wurzelgemüse-Scheiben darin, bis sie relativ weich sind, aber nicht zerfallen. Das wird in etwa eine halbe Stunde dauern, aber kontrolliert lieber öfters selbst.

Würfelt die Zwiebel und die Paprika und bratet sie bei mittlerer Hitze in Öl, bis sie sehr weich sind. Salzt, pfeffert und gebt etwas Oregano dazu. Gießt mit einem Schöpflöffel des Gemüsewassers auf und püriert die Masse mit beispielsweise einem Stabmixer. Gebt die Paprikasauce in eine Schüssel und stellt sie beiseite.

Bratet das Mehl bei mittlerer Hitze in Butter bis es dunkelbraun ist und angenehm nach Brot riecht. Gießt die Milch zügig ein und rührt um, bis eine kräftige, etwas dunklere Béchamelsauce entsteht. Salzt, pfeffert und reibt etwas Muskat rein. Stellt sie bei der niedrigsten möglichen Temperatur auf dem Ofen beiseite.

Zerzupft den Mozzarella und trocknet ihn gründlich.

Sobald das Wurzelgemüse weich ist, geht es weiter! Ölt eine eher kleine, ofenfeste Form und verteilt einen kleinen Schöpfer Paprikasauce am Boden. Jetzt benutzt die großen Rote-Rüben-Scheiben wie Lasagne-Blätter und die Karotten- und Pastinaken-Scheiben, um die entstehenden Lücken zu füllen. Darüber gebt ihr wieder Paprikasauce, dann Béchamelsauce und etwas Käse. Das wiederholt ihr einfach, bis die Form voll ist, oder euch die Zutaten ausgehen. Nehmt als oberste Schicht noch eine Extraportion Käse und eure Wurzelgemüselasagne ist fertig für den Ofen! Hebt das Kochwasser und evtl. übriggebliebenes Gemüse auf!

Sobald das Huhn die gewünschte Kerntemperatur hat (80° bis 85° - weniger geht auch, aber da übernehme ich keine Garantien) und die Haut knusprig ist, nehmt es aus dem Ofen und lasst es unter einer Haube aus Alufolie etwa eine halbe Stunde rasten. Sollte die Haut noch nicht knusprig sein, schaltet kurz auf 200° Oberhitze und gebt dem Huhn noch kurz.

200° und Oberhitze ist auch, was wir für die Lasagne brauchen. Alles Zutaten darin sind bereits gar, also brauchen wir sie nur ordentlich durchwärmen und auf eine schöne, gut angebräunte Käsekruste warten! Auch das wird etwa eine halbe Stunde dauern, also geht es sich perfekt aus, während das Huhn rastet!

Richtet euer Huhn und eure Lasagne dekorativ mit frischen Kräutern an und haut rein! Mahlzeit und frohes Fest!

P.S.: Der versprochene Hühnersuppentrick!

Nehmt die Karkasse nach dem Essen und gebt sie wie sie ist in den Topf mit dem aufgehobenen Kochwasser und dem übrigen Gemüse. Gebt etwas Suppengrün und Gewürze nach Geschmack dazu und lasst sie ein paar Stunden simmern. Fertig ist eure Hühnersuppe!

Von Gregor Schwayer
Am

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