Butterweiches Erdnusshuhn

Was macht man, wenn man vom Mafé machen noch eine Menge Erdnussbutter übrighat? Erdnussbutter Sandwiches? Langweilig. Da ist es doch wesentlich spannender, etwas ganz Neues zu kreieren! Wie wäre es mit extra zartem Huhn?

Von Gregor Schwayer
Am

Wir werden heute eine Technik verwenden, die ich schon lange einmal vorstellen wollte und die sowohl in der Levante als auch in den USA sehr weit verbreitet ist – Joghurtmarinaden, um die Fleischkonsistenz verbessern. Mit einigen wenigen Kniffen bekommt ihr so fast garantiert zartes, saftiges Fleisch. Ideal für Anfänger!

Rührt sämtliche Gewürze, die Knoblauchzehen, den Zitronensaft und eine großzügige Prise Salz in einer großen Schüssel in den Joghurt ein. Tupft die Hühnerbrust mit einem Stück Küchenrolle trocken und legt sie vorsichtig in den Joghurt ein. Sorgt dafür, dass sie überall gut bedeckt ist. Lasst sie mindestens zwei Stunden oder am besten über Nacht im Kühlschrank marinieren.

 

Holt das Huhn aus dem Kühlschrank und lasst es auf Raumtemperatur kommen. Gebt einen Schuss hitzebeständiges Öl in eine Pfanne und schaltet auf mittlere Hitze. Nehmt das Huhn aus der Joghurtmarinade und lasst es gründlich abtropfen. Hebt die übrige Marinade unbedingt auf! Legt das Huhn vorsichtig und von euch weg in das heiße Öl – aufgrund des hohen Wasseranteils im restlichen Joghurt wird das kurz ziemlich spritzen. Bratet es kurz von beiden Seiten an – teile der Marinade werden dabei am Pfannenboden festbräunen – das sieht jetzt alles kurzfristig etwas chaotisch aus, aber keine Angst – gleich kommt alles zusammen!

 

Schaltet die Hitze etwas runter und leert zügig einen Schuss Hühnerbrühe nach und deglaciert damit die Pfanne. Deglacieren heißt nichts anderes, als den am Pfannenboden haftenden Bratensatz mit Hilfe einer Flüssigkeit zu lösen. Jetzt transferiert ihr quasi all die guten Röstaromen direkt in eure zukünftige Sauce!

 

Rührt gründlich um und gebt etwa die Hälfte des Sauerrahms und der Erdnussbutter hinzu. Rührt weiter, bis sich eine sämige Sauce ergibt. Jetzt leert die restliche Marinade dazu und wiederholt das Spiel.

 

Ihr seid fast am Ziel, jetzt dicken wir die Sauce nur noch ein. Lasst sie bei niedriger Hitze langsam reduzieren. Unser Ziel ist eine RICHTIG dicke Sauce. Wenn ihr das erste Mal glaubt, sie sei dick genug, gebt den Rest des Sauerrahms und der Erdnussbutter hinein, rührt noch einmal gründlich durch und lasst sie weiter eindicken. Sobald die Sauce dick genug und das Huhn durch ist, nehmt es heraus, schneidet es in mundgerechte Stücke und gebt es zurück in die Pfanne.

 

Richtet euer Erdnusshuhn auf Reis, Nudeln, Couscous oder Quinoa an und garniert es üppig mit Koriander, Erdnüssen und Zitronenscheiben. Mahlzeit!

Wegen der Joghurtmarinade bleibt das Fleisch sogar wunderbar zart, wenn ihr es ein wenig zu lange macht – wie gesagt: das perfekte Anfängeressen! Und geschmacklich ist es einfach eine Wucht!

Von Gregor Schwayer
Am

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