Borscht

Ich war diese Woche krank und habe dringend Wohlfühlessen gebraucht. Und da unser Ausflug nach Polen letzte Woche so gut ankam, dachte ich mir, bleibe ich doch gleich thematisch in der Gegend und mache Borscht.

Von Gregor Schwayer
Am

Die meisten denken bei Borscht in erster Linie an Russland, aber es gibt Varianten in ganz Osteuropa. Ich habe bei meiner Recherche mit mehren Pol*innen und Ukrainer*innen geredet und mich letztlich für eine ukrainische Variante entschieden. Das liegt vor allem daran, dass die meisten Tipps, die ich von polnischer Seite bekommen habe, in etwa so geklungen haben: „Ganz einfach! Du Kaufst Rote Rübensaft und kochst darin, was du gerade zuhause hast!“. Versteht mich nicht falsch: Ich liebe liebe liebe diese Herangehensweise an Hausmannskost, aber optimal für ein Rezept-Feature eignet sie sich nicht.

Zutaten (für einen großen Topf Borscht – 6 bis 8 Portionen):

 

500g gekochte rote Rüben

ein halber Kohlkopf

500g Erdäpfel

eine Zwiebel

eine Länge zum Braten geeigneter Wurst

ein Liter Brühe

ein Teelöffel süßes Paprikapulver

etwas scharfes Paprikapulver

zwei Esslöffel Weißweinessig

ein Teelöffel Tomatenmark

Sauerrahm nach Geschmack

Optional: Zucker

Borscht ist eines dieser Gerichte, die jeder und jede etwas anders macht. Diese Variante ist ein Kompromiss aus der großen Menge von Rezepten, die ich bekommen habe und sie funktioniert wirklich gut. Lasst euch auch nicht von der Menge abschrecken: Die Zutaten sind günstig und es hält sich lange im Kühlschrank!

Zunächst müsst ihr euch entscheiden, wie dick ihr euer Borscht wollt. Wollt ihr es eher dick und sämig, dann gebt die roten Rüben mit einem Schuss Wasser in einen Topf, püriert sie beispielsweise mit einem Stabmixer und stellt sie beiseite. Wollt ihr es eher suppig, dann schneidet die roten Rüben in Würfel und stellt sie beiseite.

Schneidet die Erdäpfel in Würfel und das Kraut in Streifen.

Schneidet die Wurst und die Zwiebel klein und bratet sie bei hoher Hitze in einem großen Topf an, bis sie Farbe nehmen und ein ordentlicher Fond am Topfboden entsteht. Wollt ihr es lieber vegetarisch, lasst die Wurst weg und nehmt vielleicht stattdessen etwas Butterschmalz. Salzt und fügt das Tomatenmark und das Paprikapulver hinzu und rührt es gründlich ein. Löscht mit dem Essig ab und fügt die Erdäpfel, das Kraut und die roten Rüben hinzu. Füllt mit der Brühe auf und lasst es bei mittlerer Hitze eine halbe Stunde köcheln. Kostet und würzt gegebenenfalls nach. An diesem Punkt könnt ihr mit etwas Zucker süßen. Mir wurde gesagt, dass ukrainisches Borscht eine merklich süße Note haben sollte – im Normalfall müssten die roten Rüben aber süß genug sein.

Lasst euer Borscht weiterköcheln bis das Gemüse weich ist. Serviert es mit einem großzügigen Löffel Sauerrahm.

Das Ergebnis ist ein unglaublich komplexer, tief purpurfarbener Eintopf, der zugleich süß, sauer und herzhaft schmeckt. Man merkt förmlich wie er von innen wärmt und stärkt. Das ist vermutlich auch der Grund, warum mir gesagt wurde, Borscht wäre eines der besten Heilmittel nach einer durchzechten Nacht!

Von Gregor Schwayer
Am

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