5 in 15: Obazda

5 in 15 – 5 Zutaten, 15 Minuten Zubereitung. Unsere neue Serie soll es euch ermöglichen, auch in der stressigsten Woche oder am faulsten Wochenende eine anständige Mahlzeit auf den Tisch zu bringen. Im dritten Teil bringen wir euch den besten Aufstrich für ein deftiges Katerfrühstück.

Von Gregor Schwayer
Am

Obazda ist ein bisschen ein erworbener Geschmack. Nicht alle, die ihn probieren, sind sofort die größten Fans davon, aber sobald mal sich daran gewöhnt hat, kann man gar nicht genug davon bekommen. Der Grund dafür ist vor allem die ungewöhnlichste Zutat: schales Bier. Das heißt in erster Linie Bier ohne Kohlensäure - also kann man es streng genommen auch einfach schütteln -aber in meiner Erfahrung wird Obazda tatsächlich am besten, wenn das Bier etwa 12-24 Stunden bei Raumtemperatur ausgeraucht ist.

Wichtig ist, dass sowohl Camembert als auch Butter weich sind. Das erste Mal habe ich Obazden gemacht als mir nach einem Filmabend etwas Bier übriggeblieben ist und mir eingefallen ist, dass ich noch Camembert im Kühlschrank habe. Also habe ich das Bier in eine Schale gegeben, den Camembert und die Butter aus dem Kühlschrank geholt und daneben gestellt und hatte zum Frühstück alle Zutaten im perfekten Zustand.

 

Der Rest ist wirklich keine Hexerei: Gebt den Camembert und die Butter in eine Schale und vermengt sie gründlich mit einer Gabel. Im Idealfall „schält“ den Käse davor. Der Obazde wird so cremiger und schmeckt intensiver. Die Rinde kann aber auch bedenkenlos mitgegessen werden, auch wenn ihr dann mehr Arbeit beim vermischen habt. Eure Entscheidung, ihr seid die Bosse eures Katerfrühstücks.

 

Gebt den Kümmel und den Paprika hinzu und träufelt langsam das Schale Bier ein während ihr umrührt. Sobald ihr eure Wunschkonsistenz erreicht habt, seid ihr fertig! Schmeckt mit Salz und Pfeffer ab und lasst ihn - wenn möglich - noch etwas im Kühlschrank ziehen. Traditionell gehören eigentlich noch sehr fein gehackte Schalotten hinein, aber ich habe bereits sehr früh begonnen, sie auszulassen und bin letztlich bei dieser Variante geblieben.

Serviert ihn mit Crackern, Sauerteigbrot oder natürlich am allerbesten mit einer frischen Brezn. Der Geschmack ist ungewohnt aber macht süchtig. Mir fällt nicht wirklich ein deutsches Wort ein, mit dem ich ihn beschreiben könnte, deshalb borge ich mir ein englisches aus: funky!

Von Gregor Schwayer
Am

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