Spielraum

Frühstück auf Japanisch

Was mich schon immer fasziniert hat an der japanischen Küche ist, wie clever sie oft aus wenigen Zutaten rundum stimmige Gerichte macht. Unser heutiges Frühstücksrezept ist ein gutes Beispiel dafür:

Von Gregor Schwayer
Am

Tamago kake gohan – „Ei über Reis“ – ist genauso simpel, wie es genial ist. Der Name ist beinahe schon das Rezept. Wozu also ein ganzes Sonntagsfeature dafür? Die Antwort lautet Sushireis. Sushireis ist eine furchtbare Diva.

Zutaten:

-          Sushireis

-          Ei

-          Kombu (getrockneter Seetang)

-          Sojasauce

-          Reisessig

-          Zucker, Salz

Füllt eine Tasse voll Sushireis in ein Sieb und lasst kaltes Wasser darüberlaufen, bis es unten klar herauskommt. Ich weiß, das ist nicht die traditionelle Art und Weise Sushireis zu waschen, aber ich weigere mich, ein derartig widerspenstiges Nahrungsmittel auch noch zu massieren.

Gebt den Reis mit zwei Tassen Wasser und ein paar Stücken Kombu in einen (idealerweise großen) Topf und köchelt ihn zugedeckt bei etwas weniger als mittlerer Hitze für etwa 15-17 Minuten. Wenn die ganze Sache jetzt überschäumt, habt ihr den Reis zu wenig gewaschen und/oder einen zu kleinen Topf genommen. In dem Fall hebt den Deckel hie und da hoch und lasst den Schaum zusammenfallen. Am Ende sollte das Wasser fast völlig absorbiert sein.

Fügt jetzt einen Teelöffel Salz, einen Schuss Reisessig und eine Prise Zucker hinzu und rührt um.

Unter normalen Umständen würdet ihr den Reis jetzt einfach auskühlen und die restliche Feuchtigkeit aufsaugen lassen. Wir brauchen ihn aber etwas wärmer, also lasst ihn bei sehr niedriger Hitze am Herd. Nach 10-20 Minuten sollte der Reis klebrig und kein Wasser mehr sichtbar sein.

Macht euch keine Sorgen, wenn das beim ersten Mal nicht ganz so hinhaut. Ich halte mich für einen ziemlich guten Koch und habe vier Versuche gebraucht. Es ist die Sache aber wert!

Ganz anders sieht es aus, wenn ihr einen Reiskocher habt: Gebt den Reis in den Reiskocher, lasst ihn seine schwarze Magie wirken, fertig.

Der Rest ist smooth sailing: Gebt den gekochten Sushireis in eine Schale, macht eine Mulde und schlagt ein Ei rein.

Jetzt noch ein Schuss Sojasauce.

Umrühren – Stäbchen eignen sich dafür ausgezeichnet.

Fertig. Garniert es, wie ihr wollt. Ich habe hier Noriflocken genommen, aber die Möglichkeiten sind endlos. Wie wäre es mit Sesam? Oder gerösteten Nüssen? Oder Speck, Speck ist immer eine gute Idee!

Traditionelle Beilagen wären gebratener Fisch und Misosuppe – Rezeptvorschläge dazu findet ihr über die nächsten Montage verteilt bei uns auf Instagram (@gradmagazin).

Von Gregor Schwayer
Am

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