Spielraum

Low Carb Grillen

Als großes Finale unserer dieswöchigen Instagram Lowcarb-Challenge, bin ich losgezogen und habe ein ganzes Grillfest in Lowcarb gemacht. Ich präsentiere euch mein Lieblingsgericht davon heute im Zuge des sonntäglichen Rezeptuploads.

Von Gregor Schwayer
Am

Da es erstmals nicht von einem einzelnen Vorbild inspiriert wurde, sondern eine Eigenkreation ist, habe ich keinen Namen dafür. Japanische Soja… Faschiertes… pochiertes Ei… Bissen? Okay, ich verspreche, es schmeckt besser, als es klingt. Wenn ihr bessere Vorschläge für einen Namen habt, dann ab in die Comments damit!

Zutaten:

 

  • Rinderfaschiertes (Gemischt ginge auch.)

  • Sojasauce

  • Kombu (Japanische getrocknete Algen, die im Wesentlichen einen ähnlichen Job wie Suppenwürfel erfüllen - gibt es relativ günstig im Asiamarkt.)

  • Salatherzen

  • Paprika

  • ein Ei (pro Portion)

  • Sesamöl

  • Shichimi Togarashi (Klingt wie ein neuer Hayao-Miyazaki-Film, ist aber eine japanische Gewürzmischung. Nicht so leicht zu bekommen, daher hier auch gleich ein möglicher Ersatz: Salz, Sesam, Zitronenschale, Chili oder Szechuanpfeffer und etwas von dem Kombu. Alles fein hacken oder im Mörser zerstoßen. Ist nicht dasselbe, aber eine ähnliche Variante mit Sachen, die ihr wahrscheinlich daheim habt, oder, die ihr für das Rezept besorgt habt.)

Die Haut der Paprika am Grill oder im Rohr komplett schwärzen. In eine Schüssel geben und mit Plastikfolie abdecken.

Faschiertes ohne Öl bei etwas mehr als mittlerer Hitze in eine Pfanne geben und sofort zerteilen, parallel etwas Sojasauce in einem Topf bei mittlerer Hitze aufkochen lassen. Sobald die Sojasauce kocht, ein paar Kombublätter hinzufügen und reduzieren bis sie dickflüssig ist. Von der Hitze nehmen. Das Ergebnis sollte fast sirupartig sein und glaubt mir, es schmeckt zu Allem. Mein Bruder hat es heute teils einfach mit dem Löffel gegessen.

Sobald das Faschierte gut gebräunt ist, auch von der Hitze nehmen. Wenn ihr all das wie ich in diesem Fall mit den Pfannen auf dem Grill macht, bekommt die Sache ein angenehmes Raucharoma, es funktioniert aber genauso am Herd. Ehrlich gesagt hätte es besser am Herd funktioniert. Hindsight is 20/20.

Paprika häuten und in Streifen schneiden. Ich sag es, wie es ist, die Paprika ist vor allem drin, weil ich was Süßes in dem Ganzen gebraucht habe und wegen Lowcarb weder Honig noch Zucker nehmen wollte - wenn ihr euch den Stress sparen wollt, gebt etwas Zucker beim Einkochen in die Sojasauce. Vorsicht! Sie verbrennt jetzt wesentlich leichter.

Als letztes ein Ei pochieren. Ich weiß, viele trauen sich da nicht drüber, es ist aber wirklich keine Hexerei. Nach meiner Erfahrung erleichtert es auch keiner der tausenden Tipps online wesentlich, deshalb mache ich es ganz banal: Wasser salzen, bei mittlerer Hitze aufkochen und das Ei vorsichtig hineinschlagen. Nicht anfassen, bis das gesamte Eiweiß gestockt ist. Vorsichtig mit einem Löffel herausnehmen. Fertig. Achtet darauf, dass das Wasser nicht zu stark kocht und macht für den Anfang nie mehr als eines zugleich. Das kriegt ihr hin!

Ein äußeres Blatt der Salatherzen wie eine kleine Schüssel auflegen, etwas überkühltes Faschiertes reingeben, ein wenig eingedickte Sojasauce darüberträufeln. Wenn ihr sie verwendet, jetzt die Paprikastreifen darüber und das Ei darauf. Etwas Sesamöl und Shichimi Togarashi (oder Ersatz) über das Ei und ihr seid fertig.

Von Gregor Schwayer
Am

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