Spielraum

Wenn ich den See seh,...

“Wenn ich den See seh, brauch ich kein Meer mehr.” - Mit diesem Zweizeiler wollen Heimaturlauber*innen den Badespaß mit Stolz besetzen. Und viel einzuwenden gibt es da auch nicht. Österreichs Seen sind ohne Frage malerisch schön. Wer keine weite Reise antreten, sondern sich von Wien aus den Wasserpatriot*innen anschließen möchte, dem sei der Neusiedler See mit seinen zahlreichen Badeplätzen empfohlen. Diese könnten, man möge es kaum glauben, unterschiedlicher nicht sein. Wir haben zwei Highlights für euch zusammengetragen…

Von Franziska Windisch
Am
Lesezeit 4 Min

Die schicken Hotspots

Wenn man freitagabends auf der Autobahn von Wien aus ins Burgenland fährt, dann ist man nicht alleine. Neben den einheimischen Pendler*innen begleiten einen zahlreiche Wiener*innen, die entweder übers ganze Wochenende ins pannonische Zweithaus fahren oder sich für ein paar Drinks in eines der stylischen Lokale am Seeufer wagen. Das wohl bekannteste unter ihnen ist die Mole West, die, auf Stelzen gebaut, zur Hälfte im Neusiedler See schwimmt. Angeboten wird vom Frühstück übers Mittagessen bis hin zum Abendessen grundsolide Küche mit pannonischen Einflüssen und modernen Fixpunkten. Wegen des angrenzenden Strandbads lohnt es sich weniger anzureisen, da gibt es bessere Alternativen - wie zum Beispiel das Pendant in Weiden.

Es bietet einen tollen Seezugang und eine wunderbar schattige Liegewiese. Seit ein paar Jahren säumt auch hier ein stylisches Lokal das Seeufer. Das Fritz lässt zwar höchstwahrscheinlich die Dorfkassen klingeln, die ruhige Liegewiese hat durch den Hotspot allerdings einige Quadratmeter einbüßen müssen. Der kleine Kiosk, in dem man sich mit allem Notwendigen für einen schönen Sommertag ausstatten kann, ist erhalten geblieben. Möchte man nicht für Drinks, sondern für ein paar Schwimmmeter im See vorbeikommen, dann seien einem die Abendstunden empfohlen. Achtung - wunderschöner Sonnenuntergang. Das Seebad zählt ohne Frage immer noch zu den schönsten, ein wenig an Charme hat es leider verloren.

Das ruhige Pflaster

Möchte man es ruhiger angehen, dann ab nach Breitenbrunn. Das Breitenbrunner Seebad mit angrenzendem Camping-Platz ist nicht das Herausgeputzteste, aber es hat einen riesigen Vorteil. Selbst an Sommerwochenenden ist es nicht überfüllt - ganz im Gegenteil. Man findet eigentlich immer einen halbwegs schattigen Platz.  Wer möchte kann Volleyball spielen, die Segelschule besuchen, Windsurfen lernen oder sich ein Tretboot oder ein Brett zum Stand-Up-Paddling ausborgen. Eine Warnung sei allerdings ausgesprochen: Anders als in Weiden stapft man im Breitenbrunner Seebad wirklich knietief durch den Schlamm des Steppensees, der gleichzeitig auch der größte abflusslose See Mitteleuropas ist. Dennoch kann ich das Seebad in Breitenbrunn nur wärmstens empfehlen. Hier erlebt man - wenn man sich nicht allzu schnell ekelt - ein wahrhaft entspanntes (Kurz-)urlaubsvergnügen.

Nach einem Besuch des Sees empfiehlt sich ein Zwischenstopp in der historischen Purbacher Kellergasse. Im Nachbarort findet man eine wunderschöne Gasse, die gesäumt ist von kleinen Restaurants und Heurigen. Wohl am beliebtesten ist die Kellerschenke Strommer. Dort gibt es sowohl warme, als auch kalte deftige Speisen. Meine Empfehlungen: der Bohnenstrudel und die Somlauer Nockerl. Mahlzeit!

Von Franziska Windisch
Am
Lesezeit 4 Min

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