Spielraum

Gemüse-Parmesan Tarte

Neuer Monat, neues Monatsthema! GRAD widmet sich im August ganz dem Thema Freizeit. Passend dazu wird es auch in den Sonntagsrezepten um Sachen wie Garten, Picknicks und Pilzesammeln drehen!

Von Gregor Schwayer
Am

Den Anfang macht ein Basisrezept, das es euch ermöglicht, beinahe jedes Gemüse in eine wunderbare, vollwertige Mahlzeit zu verarbeiten. Ihr habt einen Garten und baut dort Gemüse an? Immer her damit! Ihr habt Freunde oder Familie mit Garten, die ihr anschnorren oder beklauen könnt? Ersteres unterstütze ich voll, zu zweiterem gebe ich keinen Kommentar ab. Oder ihr stolpert im Supermarkt über frisches Gemüse und bekommt Gusto? Ihr seid hier richtig!

Zutaten (für 2 Portionen):

125g Mehl

100g Butter

125g Parmesan

ein Zucchino

ein Maiskolben

etwas Rucola

den Saft einer Zitrone

Salz, Pfeffer, Öl

Die Idee für den Boden stammt von einem Rezept von Ludo Lefebvre und ist ein wenig tricky in der Ausführung. Lasst die Butter außerhalb des Kühlschranks etwas anwärmen. Vorsicht! Das geht bei den aktuellen Temperaturen sehr schnell! Reibt den Parmesan grob. Gebt das Mehl, den Parmesan und die Butter in eine ausreichend große Schüssel. Erklärung für Anfänger: Das heißt generell 1-2 Stufen größer, als ihr zunächst glaubt. Knetet, bis ihr einen klebrigen aber formbaren Teig habt. Euer Zeitfenster hierfür ist gerade im Sommer nicht allzu lange, weil die Butter schmilzt, also arbeitet zügig.  Formt den Teig zu einer Kugel und gebt ihn für etwa eine Stunde in den Kühlschrank.

Schneidet einige Scheiben von eurem Zucchino und legt sie beiseite. Schneidet vorsichtig eine Handvoll Maiskörner vom Kolben und legt sie dazu. Wascht den Rucola und trocknet ihn. Macht aus Zitronensaft, Öl, Salz und Pfeffer ein einfaches Dressing und mischt es unter den Salat.

Bereitet ein Backblech vor, belegt es mit Backpapier und bepinselt es dünn mit Öl. Nehmt den Teig nach einer Stunde aus dem Kühlschrank. Halbiert ihn und drückt jede Hälfte vorsichtig auf dem Backpapier zu einer etwa einen halben Zentimeter dicken Tarte. Belegt sie mit einer dünnen Schicht Zucchini und bestreut sie mit Maiskörnern. Wenn ihr sie jetzt vor euch seht und euch denkt, wie bescheiden der Belag ist und ihr ihn mit Wurst und Käse aufstocken wollt, sagt euch laut diesen Satz vor: „Ich mache keine Pizza, ich mache einen riesigen Käsecracker!“. Etwas Parmesan drüberzustreuen geht in Ordnung, aber von zuviel des Guten rate ich ausdrücklich ab. Es ist wirklich ziemlich mächtig.

Gebt die Tartes bei 180° für 12-15 Minuten in einen vorgeheizten Ofen. Jetzt kommt der schwierige Teil: Die Tartes sollten jetzt knusprig sein und herrlich duften, aber sie sind auch ziemlich labil. Ihr habt drei Möglichkeiten: 1) Die Tartes schmecken auch mit ein paar Bruchstellen hervorragend, also einfach ran die Sache. 2) Ihr nehmt euer ganzes Fingerspitzengefühl zusammen und manövriert sie samt Papier mit einem breiten Spatel vom Blech und lasst sie dann vorsichtig auf einen Teller gleiten. 3) Ihr habt backofenfestes Geschirr. In dem Fall ölt es leicht und macht eure Tartes direkt darauf.

Ich habe einige Versuche gebraucht, bis ich langsam „fotogeeignete“ Tartes hinbekommen habe.

Sobald ihr die Tartes auf Teller umgesiedelt habt, verteilt eine Handvoll marinierten Rucolasalat darauf und ihr seid fertig. Die Portion sieht nicht groß aus, ist aber aufgrund der Butter doch recht üppig und so richtiges Comfortfood!

Von Gregor Schwayer
Am

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