Spielraum

Tapas!

Tapas sind großartig! Der Aufwand, sie zu machen, hält sich meistens in Grenzen, das Ergebnis macht aber geschmacklich und optisch ordentlich etwas her. Deshalb gibt es im dritten Teil unserer Date-Food-Serie Patatas Bravas und Pinchos Morunos.

Von Gregor Schwayer
Am

Patatas Bravas – wilde Erdäpfel/Kartoffeln – machen ihrem Namen alle Ehre. Knusprig, erdig, feurig und mit riesigem Suchtpotential. Wir servieren sie heute mit Pinchos Morunos, Maurenspießen. Dank der Verwendung einer fertigen Gewürzmischung stellen sie eine perfekte Untermalung der Patatas Bravas dar. Und das ohne großen Aufwand.  

Zutaten:

mehlig-kochende Kartoffeln (Die Menge ist beinahe egal. Es wird nichts übrigbleiben, aber sagen wir mal 200-300g.)

½ Packung mildes geräuchertes Paprikapulver (Wenn möglich, nehmt spanisches. Ich habe keine Ahnung, was die Spanier damit machen, aber es ist mit Abstand das Beste!)

etwas scharfes Paprikapulver oder Chipotle

hitzeresistentes Öl zum Frittieren

8 Knoblauchzehen

Mayonnaise (Für Extrapunkte kann man diese auch selbst machen!)

eine Zitrone

ein Bund Petersilie

etwa 200-300g zum Grillen geeignetes Fleisch – egal ob Rind, Schwein, Huhn oder Lamm – (Ich hatte Glück und habe sehr günstiges Lamm erwischt)

eine Limette

eine Zwiebel

Ras-el Hanout

Chiliflocken

gutes Olivenöl

Salz, Pfeffer

Für die Marinade der Spieße hackt die Zwiebel grob würfelig und schält und zerdrückt vier Knoblauchzehen. Gebt sie mit etwa drei Esslöffel Ras el Hanout, ein paar Chiliflocken und etwas Salz in eine Schüssel. Leert eine großzügige Menge gutes Olivenöl dazu. Schneidet das Fleisch in relativ kleine Würfel – etwa 1,5cm im Durchmesser – und fügt es hinzu. Massiert die Mischung gut ein und lasst das Fleisch für zwei bis acht Stunden marinieren.

Holt das Fleisch, etwa eine halbe Stunde bevor ihr essen wollt,  aus dem Kühlschrank und steckt es auf Spieße. Stellt einen großen Topf mit Wasser bei hoher Hitze auf den Herd. Salzt es großzügig und gebt ein bis zwei Esslöffel geräuchertes Paprikapulver dazu. Schneidet die Kartoffeln in zentimetergroße Stücke. Gebt sie ins Wasser und reduziert, sobald es kocht, die Temperatur etwas. Das Ziel ist, dass die Kartoffeln beinahe fertiggekocht sind, aber noch fest genug sind, dass sie in Form bleiben. Je nach verwendeter Sorte sollte das circa fünf bis zehn Minuten dauern. Kontrolliert regelmäßig.

Für Patatas Bravas braucht es Aioli. Hackt 4 Knoblauchzehen fein, gebt eine Prise Salz darüber und zieht die Breitseite der Klinge darüber bis eine Paste entsteht. Alternativ könnt ihr natürlich auch Knoblauchpaste fertig kaufen und langweilig sein. Mischt den Knoblauch mit Mayonnaise, einem Schuss Zitrone und einem gehäuften Esslöffel geräucherten Paprikapulver. Bewundert die knallige Farbe.

Bereitet eine Pfanne für die Spieße vor.

Sobald die Kartoffeln die gewünschte Konsistenz haben, gießt sie ab und lasst sie ausdampfen bis sie trocken sind. Gebt eine ausreichend große Pfanne bei relative hoher Hitze  auf den Herd und füllt sie einen Zentimeter hoch mit hitzebeständigem Öl. Gebt einen eurer zukünftigen Patatas Bravas ins Öl. Sobald es ordentlich blubbert, könnt ihr den Rest hinzufügen. Rührt gelegentlich.

Inzwischen bratet die Spieße bei hoher Hitze bis sie von allen Seiten gut gebräunt sind.

Sobald eure Patatas Bravas rundum knusprig und goldbraun sind, gebt sie in eine Schüssel, die ihr mit Küchenrolle ausgelegt habt. Sobald das Öl abgetropft ist, mischt noch eine großzügige Portion geräucherten Paprika und Salz darunter. Richtet die Patatas Bravas mit Aioli und etwas Petersilie an, die Spieße mit Limettenscheiben. Fertig! Ein Tipp zum Schluss: Wenn euch Aioli übriggeblieben sein sollte, gebt sie einfach auf etwas getoastetes Brot! Ein Traum!

Von Gregor Schwayer
Am

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