Spielraum

Sommerpasta

Ihr habt wenig Zeit und in eurer Geldbörse herrscht gähnende Leere, aber ihr wollt eurem Date trotzdem beweisen, dass ihr wisst, wo in der Küche vorne und hinten ist? Kein Problem mit diesem sommerlichen Rezept, das beweist, dass es manchmal nicht mehr als frisches Gemüse, Parmesan und Pasta zum Glücklichsein braucht.

Von Gregor Schwayer
Am

Auch im heutigen zweiten Teil (den ersten Teil findet ihr hier) unserer Serie über Kochen für Dates spielt Pasta die Hauptrolle. Wie schon beim letzten Mal ist es ein unkompliziertes und erschwingliches vegetarisches Grundrezept, das ihr beliebig erweitern könnt.

Zutaten:

Tagliatelle. Die kommen meistens in Nestern – für zwei Personen braucht ihr je nach Hunger 2-3 davon – das entspricht etwa 75-100g Pasta pro Person.

2 Handvoll Erbsen. Egal, ob frisch oder tiefgekühlt.

½ Fenchel samt Fenchelgrün

1 kleine Zwiebel

Etwa 50g Parmesan

Etwas Weißwein

Ein paar Blätter Minze

Olivenöl, Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Optional: Crème Fraîche, Zitrone

Setzt gut gesalzenes (!) Wasser für die Nudeln auf. Würfelt den Fenchel und die Zwiebel fein und legt das Fenchelgrün beiseite. Gebt etwas Olivenöl in eine Pfanne und dünstet den Fenchel bei mittlerer Temperatur, bis er beginnt, weich zu werden. Fügt dann die Zwiebel hinzu, rührt um und wartet, bis alles weich und glasig ist. Je nachdem, wie lange eure Tagliatelle laut Packung brauchen, wäre jetzt vermutlich ein guter Zeitpunkt, sie ins Wasser zu geben und sie eine Minute kürzer als laut Packungsanweisung zu kochen - hebt in jedem Fall am Schluss etwas Pastawasser auf. Dann gießt das Gemüse mit einem Schuss trinkbaren Weißwein auf, salzt und pfeffert großzügig und wartet, bis der Alkohol verflogen ist. Kostet. Wenn der Wein nicht genug Säure hatte, könnt ihr einen kleinen Schuss Zitrone zufügen.

Jetzt kommen die Erbsen dran. Gebt zwei Handvoll Erbsen zum Fenchel und der Zwiebel und dünstet sie, bis sie gar, aber noch bissfest sind. Das geht ausgesprochen schnell, also passt auf! Wenn ihr absolut perfektionistisch veranlagt seid, könnt ihr die Erbsen vorher blanchieren, um ihre Farbe zu konservieren – 30 Sekunden in kochendes Wasser geben und anschließend in Eiswasser abschrecken. Sollte der Grünheitsgrad eurer Erbsen eine echte Priorität sein, scheint es sich ja um ein besonderes Date zu handeln! Glückwunsch!

Sobald die Erbsen gar sind, geht alles sehr flott: Gebt einen Schöpflöffel voll Pastawasser zu den Erbsen, reibt die Hälfte des Parmesans hinein und rührt um, bis die entstandene Sauce sämig wird. Gelingt euch das nicht so, wie ihr euch das vorstellt, könnt ihr die Sache mit einem Löffel Crème Fraîche „reparieren“.

Gießt die Nudeln ab und vermischt sie direkt mit etwa der Hälfte der Sauce.  Viele vergessen diesen Zwischenschritt, servieren die „nackte“ Pasta und leeren dann kübelweise Sauce darüber. Das Ergebnis ist dann, dass jeder zweite Bissen nur aus trockenen Nudeln besteht. Portiniert sie erst jetzt auf tiefen Tellern (Extrapunkte, wenn sie vorgewärmt sind!) und gebt auf jede Portion noch einen großzügigen Schöpflöffel Sauce.

Zum Abschluss reibt den restlichen Parmesan darüber, pfeffert noch einmal gründlich und garniert mit dem feingehackten Fenchelgrün und etwas Minze. Ein Schuss Olivenöl vielleicht noch und das wars. Fertig! Ein Teller Sommer!

Und wenn es nicht vegetarisch sein soll: Speck und Erbsen sind quasi beste Freunde – ein paar knusprige Speckwürfel darüber zu streuen ist sicher keine schlechte Idee!

Von Gregor Schwayer
Am

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