#studygram: Digitale Lernmotivation

Wer kennt es nicht? Die Prüfungsphase steht bevor und plötzlich erscheint einem alles andere wichtiger als die Zeit am Schreibtisch. Noch nie war die WG-Küche so aufgeräumt, der Ruf nach dem Fitnessstudio ein Erlösungsschlag und der Instagram-Account häufiger frequentiert. Und ohne Zweifel, die Ablenkungsplattformen können einem ganz schön viel Zeit stehlen, aber jetzt kommen wir zur erfreulichen Nachricht: Wir präsentieren euch heute fünf Tipps, um durch die Prüfungsphasen zu kommen, Social Media Plattformen dabei auch noch aktiv einzubinden und stellen gleichzeitig zwei unserer liebsten Lernmotivatorinnen auf Instagram vor.

Von Franziska Windisch
Am
Lesezeit 8 Min

#1 - Same old, same old.

Die einen lieben es, die anderen hassen es: Musik (oder generell Umgebungslärm) beim Lernen! Wer es für konzentriertes Arbeiten mucksmäuschenstill braucht, der sollte hier besser weghören und zu den altbewährten Ohropax greifen. Wer aber so ein Gewohnheitstier ist, wie ich es eines bin, dem kann ich nur empfehlen: Stellt euch eine Playlist zusammen oder scrollt mal durch die Kategorie “Konzentration” auf Spotify und hört dieselben Songs, jedes Mal wenn ihr euch zum Schreibtisch begebt. Sobald ich “Youth” von Daughter höre, schalte ich mittlerweile sofort in den Lernmodus. Das hilft ungemein!

#2 - It’s study-o’clock!

Der Blick aufs Handy wird im Lernstress zum ständigen Störfaktor. Gerade wenn man zum Lernen am liebsten in die Bibliothek geht, kann ich wärmstens empfehlen, es einfach im Spind zu versperren. Auch zuhause hilft es, das Smartphone in den Nebenraum zu verbannen und seine Accounts erst zu checken, nachdem eine Aufgabe auch wirklich abgeschlossen wurde. Was einen dabei unterstützen kann? Setzt euch bestimmte Zeitfenster für eure To-Dos und stellt euch den Wecker danach. So werdet ihr nicht dadurch abgelenkt, auf die Uhr zu schauen.

#3 - Go with the flow!

Die Prüfung steht am nächsten Tag bevor, ihr fühlt euch eigentlich schon gut vorbereitet, wollt im letzten Moment nicht nochmal von vorne beginnen, aber auch nicht tatenlos Däumchen drehen? Dann finde ich es besonders hilfreich, ein Textdokument auf meinem Computer zu öffnen und einfach drauflos zu schreiben. Gerade wenn man im Vorfeld vor allem damit beschäftigt ist, sich komplexe Dinge zu merken und Formulierungen und Aufzählungen auswendig zu lernen, kann der Schritt zum Fließtext Wunder wirken.

#4 - Speed it up!

Die Vorlesung wird gestreamt! Das ist gerade für vielbeschäftigte Studierende oftmals die frohe Botschaft. Aber auch wenn man fleißige/r Vorlesungsgänger*in ist, kann das Nachhören von Lerninhalten in der Vorbereitungszeit oft Gold wert sein. Wenn es dabei schnell gehen muss, empfiehlt es sich die Streams downzuloaden und im Audio-Programm eures Vertrauens die Sprechgeschwindigkeit zu erhöhen. Das schont ab und an die Nerven!

#5 - Follow us!

In meinen größten Motivationstiefs hat mir vor allem eines geholfen - mein Instagramaccount. Wie das? Auf dem Social-Media-Kanal gibt es ein breites Feld an sogenannten Studygrammer*innen. Der Hauptfokus der Kanäle: Alles rund um Schule und Studium. Man sieht Fotos von Lernkarteien, hübsch aufbereitete Zusammenfassungen und Schreibtisch-Stillleben. Zwei Accounts, die ich euch nur ans Herz legen kann, sind der von @studylikegranger und der von @ravenclawsblog! Die Mädels hinter den Accounts waren sogar bereit, sich kurz vorzustellen:

Was studierst du? Wieso hast du dich für das Studium entschieden?

Medizin studiere ich aus mehreren Gründen. Wegen eines Knochenbruchs zum Beispiel war ich als Kind öfter bei Ärzten und im Krankenhaus und irgendwie hat mich diese Welt aus Patientensicht so fasziniert, dass ich sie schließlich von der anderen Seite kennenlernen wollte. Der menschliche Körper ist großartig; man kann gar nicht anders, als mehr darüber erfahren zu wollen.

Was gefällt dir besonders an deinem Studium?

Die Vielseitigkeit! Vorlesung, Seminar, Praktikum, Untersuchungskurs - jeder Tag sieht anders aus, einen konstanten Stundenplan gibt es nicht. Außerdem erfährt man viel Nützliches; plötzlich weiß man, wieso Kaffee wachhält oder wie Aspirin den Kopfschmerz hemmt.  

Wieso teilst du deine Erfahrungen auf Instagram?

Viele Menschen haben Interesse an einem Medizinstudium, leider hindert das Zulassungssystem die meisten daran. Ich weiß noch, dass ich vor Studienbeginn auf allen Wegen nach Einblicken gesucht habe, entsprechende Instagramprofile gab es damals aber nicht. Über Instagram kann ich Interessierten also das Medizinstudium näher bringen und dabei meine eigene Reise ein Stück weit dokumentieren, um eines Tages auf sie zurückblicken zu können - in Bildern und in Worten.

Welchen Rat würdest du Studierenden zum Semesterstart geben?

Seid von Beginn an jeden Tag ein bisschen produktiv, auch, wenn es nur für eine halbe Stunde ist - das hilft dabei, später vor den Klausuren Ruhe zu bewahren, wenn die Ersten anfangen, Panikwellen zu schlagen (von diesen Leuten hält man sich übrigens besser fern).

Was studierst du? Wieso hast du dich für das Studium entschieden?

Ich studiere Philosophy, Politics and Economics (PPE- Philosophie, Politik und Ökonomie) in England an der University of Oxford. Ich war sehr lange ziemlich ratlos darüber, was ich studieren will und habe so ziemlich alles einmal in Erwägung gezogen - irgendwann stolperte ich dann zufällig über meinen Studiengang und dachte mir: Wow, das will ich machen.

Mein Studium vereint viele meiner Interessen und für mich war wichtig, dass damit auch meine Möglichkeiten nach dem Studium vielseitig sind und ich noch nicht wirklich „festgelegt“ sein muss.

Was gefällt dir besonders an deinem Studium?

Am meisten gefällt mir die Flexibilität, sowohl im Studium als auch in Bezug auf die Möglichkeiten danach. Außerdem mag ich, dass es kein reines Auswendiglernstudium ist und es viel Raum für Diskussionen gibt.

Wieso teilst du deine Erfahrungen auf Instagram?

Ich habe noch während meiner Schulzeit einfach mal aus Spaß damit angefangen und dann einfach nicht mehr aufgehört. Weshalb ich noch dabei bin? Ich teile gerne meine Erfahrungen, um mich mit anderen auszutauschen und vor allem auch, um ein bisschen über mein Studium in Oxford zu informieren. Ich freue mich auch immer, wenn ich andere zu einer Bewerbung in Oxford oder in England generell vielleicht indirekt ermutigen oder ihnen direkt dabei helfen kann.

Welchen Rat würdest du Studierenden zum Semesterstart geben?

Realistische Ziele setzen. Ich kenne von mir selbst und anderen, dass man dazu neigt, sich selbst zu überschätzen - unrealistische Ziele bringen überhaupt nichts, am Ende schafft man dann gar nichts. Am besten ist es, realistisch zu bleiben und zu realisieren, dass man vielleicht nicht jeden Text ausführlich lesen muss und nicht jede Vorlesung haarklein nacharbeiten kann.

Von Franziska Windisch
Am
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