Place To Pee

Jeder Mensch bringt irgendeine Expertise mit sich. Meine ist ein großer Wissensbackground bezüglich öffentlicher Toiletten - ein direktes Resultat aus einer winzig kleinen Blase und dem Durst einer Marathonläuferin. (Ich habe übrigens kein Diabetes).

Meine Oma hat sich einmal schrecklich darüber aufgeregt, dass man heutzutage sogar fürs Pinkeln zahlen muss und obwohl ich gerne ein wenig zahle, um auf eine saubere Toilette zu gehen, weiß ich, dass man manchmal, vor allem wenn man dazu neigt, kein Bargeld bei sich zu tragen, einfach keine 30 bis 50 Cent zur Hand hat.

Wenn also die Blase drückt, wohin?

Wie gut, dass man zumindest an den Unis noch immer seine Blase gratis entleeren kann und so stelle ich euch hier die besten und schlechtesten stillen Örtchen der Universität Wien vor.

 

Von Helena Velaj
Am
Lesezeit 5 Min

Best of

  • Institut für Publizistik/ Fakultät für Informatik

Die Informatik und Publizistik teilen sich ein Gebäude in der Währingerstraße 29 direkt gegenüber der Chemie und Physik. Das Gebäude ist relativ neu und wurde vor ungefähr sechs Jahren eröffnet. Eben weil es so jung ist, sind auch die Toiletten recht schön und modern. Den einzigen Ekelfaktor bieten Student*innen, die auf den Sitz pinkeln oder Klopapier am Boden liegen lassen. Lernt endlich bis zum letzten Tropfen zu warten oder eure Tröpfchen wegzuwischen, Leute!

  • Hauptgebäude, Audimax, die hintere Toilette

Das ist eine spezifische Angabe, denn sagen wir mal neun von zehn Toiletten im Hauptgebäude sind ranz. Nicht so die hintere Toilette beim Audimax! Wenn man den Gang entlang geht, befindet sich eine Toilette direkt beim Audimaxbuffet und eine weitere eher hinten bei der Anmeldestelle. Die beim Audimaxbuffet ist eher naja, die hintere jedoch sehr passabel. Aus einem mir unerfindlichen Grund hat man scheinbar EINE Toilette renoviert und das ist auch die meiner Wahl. Der einzige Nachteil ist, dass sie direkt nach Vorlesungen immer wahnsinnig voll ist.

  • Geschichte

Die Suche nach einer anderen Toilette im Hauptgebäude gleicht eher einer Wahl von Not gegen Elend. Die Geschichtestudent*innen können sich jedoch zu den wenigen Glücklichen zählen, die akzeptable Toiletten haben. Sie sind zwar nicht so modern und neu wie manch andere, doch sie sind zumindest sauber, nicht gruselig und oftmals wartet auch nicht in einer ewig langen Schlange darauf, endlich mal dran zu kommen. Wem es aus anderen Studiengängen kommend also graust und weiß durch welchen geheimen Harry-Potter-Trakt man zur Geschichte kommt, findet dort ein stilles Örtchen.

Ebenfalls anzumerken sind die Toiletten im Institut am Oskar-Morgenstern-Platz sowie die in der neuen Theologiebibliothek in der Schenkenstraße.

Worst of

  • NIG

Es ist der Töpfchengang des Grauens. Das NIG ist so gut wie unschlagbar im worst-of-ranking. Die Toiletten sind durch die Bank eher auf der ekligeren Seite des Spektrums angesiedelt mit feinen Unterschieden je nach Fakultät. Die in der Geographie sollen besonders grausig sein, denn es fehlt seit mindestens vier Jahren die Deckenverkleidung in Teilen des Klos.  

  • Hauptgebäude, eigentlich fast alle

Viele der Toiletten im Hauptgebäude bleiben nicht nur in Erinnerung, weil sie ein wenig eklig sind, sondern meiner Meinung nach vor allem dadurch, dass sie einfach auch wahnsinnig unheimlich sind. Vor allem die in der Gegend vom Hörsaal 41, bei der man zumindest zur Damentoilette die Stiegen hinauf muss, um sich in einem langen Gang von aneinandergereihten Toiletten vorzufinden, bei denen überall Gitter über den Kabinen sind. Warum sind da Gitter? Hat jemand versucht über die Toilettentür in die Kabine zu klettern? Und welche Art von Verbrechen hat hier stattgefunden?

Ebenfalls zu erwähnen sind die Toiletten beim Hörsaal D und Hörsaal C1 im Alten AKH.

Von Helena Velaj
Am
Lesezeit 5 Min

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